Dem Geheimnis der Wassersäule auf der Spur
Wassersäule. Diesen Begriff bringt man mit Regenbekleidung oder Zelten in Verbindung. Wer im Internet oder Kaufhaus schon mal nach solch einer Outdoorausrüstung gesucht hat, wird den Begriff bestimmt gelesen haben.
Ab wann ist die Kleidung wasserdicht?
Es handelt sich bei Wassersäule um eine Maßeinheit, die die Dichtheit von technischem Gewebe angibt. Dieses Gewebe findet man letztendlich in der Ausrüstung für das Freie, z.B. in Zelten oder Funktions- und Regenbekleidung. Aber ab wann wird ein Material als wasserdicht angesehen? Dazu werden in Europa die Produkte in Klassen unterteilt, abhängig davon ab welchem Wasserdruck sie dicht sind. In der Schweiz werden Stoffe beispielsweise anders eingestuft - ab einer Wassersäule von 4000 mmm spricht man von wasserdicht, für die europäische Norm beginnt diese Eigenschaft allerdings schon ab 800 mm, was der Klasse 2 entspricht.
Praxisbeispiele
Beim Sitzen auf einem nassen Untergrund wird ein Druck von 2000 mm Wassersäule aufgebaut. Kniet man in der Hocke, drücken ca. 4800 mm Wassersäule auf die vermeindlich wasserdichte Bekleidung. Ein Außenzelt ist ab 1500 mm (Klasse 3) dicht, während der Boden eines Zeltes dem Druck von mindestens 2000 mm standhalten muss.
Doch was ist mit dem Zeitraum, über den ein bestimmter Druck auf die Oturdoor-Ausrüstung ausgeübt wird? Darüber gibt die Maßeinheit Wassersäule keine Auskunft. Viel mehr hängt die Länge des Zeitraumes von der Art der Beschichtung ab und wie der Besitzer die Ausrüstung pflegt. Korrekte Reinigung und eine stets zu wiederholende Imprägnierung sind sehr wichtig.
Foto: locr.com/ulrai
