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Kalabrien

Die Legenden am Capo Vaticano

 

Was hatte die schöne Canfora mit dem westlichsten Kap von Kalabrien zu tun? Der Geschichte nach, soll die beneidenswerte Schönheit zum Capo Vaticano geflohen sein, um dem Sarazene zu entkommen. Bei ihrer Flucht, so erzählen die Kalabrier, habe sie dann keinen anderen Ausweg gesehen, als sich von den Klippen ins Meer zu stürzen. Seit dem habe das Wasser in ihren Lieblingsfarben Azur und Türkis geklitzert.

Capo Vaticano
Den Namen verdankt das Kap zwar nicht der mutigen Canfora und mit dem Sitz des Oberhauptes der katholischen Kirche hat er auch nichts zu tun aber dafür stammt er von den Propheten, die einst dort lebten. Sie prophezeiten in Capo Vaticano den vorbeifahrenden Seeleuten die Zukunft. Diese Tradition gibt es heute nicht mehr.

Die schönen Sandbuchten und kleinen Wanderwege lassen nur erahnen, wie die Vergangenheit in Capo Vaticano ausgesehen haben mag, jedoch verzaubern sie gekonnt die Landschaft und alles um sie herum. Von den kleinen Cafés genießen die Menschen die Aussicht auf das Meer bei einer Tasse Espresso und dem kühlen Schatten der Bäume. Und tatsächlich, das Meer funkelt in der Sonne in Azur und Türkis.

Monte Poro
Vom Capo Vaticano kommt man hinauf zum Monte Poro. Von dort oben kann man weit hinaus auf den Horizont blicken. Ein kleiner Wald spendet willkommenen Schatten und drosselt die sommerlichen Temperaturen um gefühlte 10-15 °C. Selbst die Einheimischen nehmen hier unter den Baumkronen eine Auszeit bei den Tischen und Bänken. Die kleine Kirche in der Mitte dieses Parks heißt Madonna del Poro. Man sagt, ihr Name stammt von einem Schafhirten, dem die heilige Madonna erschienen war. Die Begegnung bekehrte ihn zum Mönch-Dasein mit der Aufgabe die Madonna del Poro erbauen zu lassen.

 

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