Für jeden die passende Route
Das E-Bike sorgt derzeit für frischen Wind in der Szene. Die Räder mit dem zuschaltbaren Motor erleben einen regelrechten Boom. Ist ja auch praktisch: Wenn einem vorübergehend die Puste ausgeht, sorgt ein kleiner Helfer für energetische Überbrückung, bis man wieder selbst in die Pedale treten kann.
Dieses Prinzip wird auch dem einen oder anderen Dänemark-Urlauber gefallen, denn die am Meer gelegentlich auftretenden Brisen stellen zuweilen eine echte Herausforderung dar. Dafür spart man sich an anderer Stelle Kraft und Ärger. Kraft, weil es zwar einige Hügel im Land zu bewältigen gibt, richtige Berge aber nicht. Die höchste Erhebung des Landes, der Møllehøj, kommt gerade einmal auf 170 Meter.
Bestens ausgebautes Radwegenetz
Ärger spart man sich auch, da der Großteil der rund 12.000 Kilometer nationaler Fahrradwege bestens ausgeschildert ist und so das Risiko des Verfahrens deutlich minimiert. Außerdem muss man sich hier nicht über „stinkende“ und rüpelhafte Autofahrer ärgern wie anderswo – die meisten Routen führen über gut ausgebaute Wege, auf denen gar keine oder nur sehr wenige Autos unterwegs sind. Das gilt besonders für die radlerischen „Filetstücke“ – die elf nationalen Fahrradrouten, die zu den schönsten Nordeuropas zählen. Beispiel gefällig? Als Route Nummer eins führt die Nordseeküstenroute von Rudbøl nach Skagen. Auf rund 500 Kilometer Länge vereint sie gleich mehrere Naturerlebnisse oberster Güte. Gut zu wissen: Etwa ein Drittel der quasi steigungslosen Route besteht aus Kieswegen, die man am besten mit breiten Reifen befährt. Schlängelnde Asphaltwegen hingegen, die durch Ackerland und vorbei an Schlössern und Herrenhöfen führen, bietet Route Nummer 9 von Helsingør nach Rødby, alte Rettungswege, stillgelegte Bahnstrecken, Waldwege und Autowege warten bei der rund 100 Kilometer langen Inselrundfahrt von Bornholm, der Route Nummer 10.
Mit dem Wohnmobil
Angesichts der ganz unterschiedlich langen und beschaffenen Routen kann also jeder selbst wählen, ob er lieber einen oder mehrere Tage mit dem Rad unterwegs ist. Oder gar nicht, sondern stattdessen mit dem Wohnmobil (und dem Rad im Gepäck). Für motorisierte Urlauber existiert dabei auch eine Reihe ausgeschilderter und mit schönen Naturlandschaften und netten Kulturstopps gespickten Caravaning-Routen. Bestes Beispiel ist die rund 3.500 Kilometer lange Margeriten-Route. Kaum eine Panoramastrecke im Norden Europas bietet so viel Abwechslung bei gleichzeitig hohem Komfort auf den an der Strecke liegenden Campingplätzen, von denen es einige gibt. Weitere Top-Routen führen durch Mittel- und Ostjütland oder auf die „Märcheninsel“ Fünen, die ihren Beinamen durch ihren weltberühmten Sohn, den Märchenerzähler Hans Christian Andersen, erhielt. Märchenhaft schön gestalten sich auch die anderen Stationen der Caravaning-Route rund um die Dänische Südsee. Sie umfasst neben Fünen auch Südostjütland sowie die Urlaubsinseln Lolland-Falster und Møn. Neben acht geographischen Caravaning-Routen stehen noch neun weitere Routen für Dänemark-Reisende zur Wahl. Diese sind dann thematisch sortiert, etwa zu den Themen Naturgebiete, Museen, Parks & Gärten, Kinderattraktionen, Wikinger und Kopenhagen. Praktisch: Alle Routen lassen sich gratis downloaden und als Faltplan ausdrucken.
Weitere Links:
- Camper-Routen
- Das Land mit dem Rad entdecken - Routen für Dänemark-Reisende
- Reiseplanung: Dänemark von A bis Z
Foto: ©Fotolia/travelguide
Camping-Urlaub in Dänemark
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